{"id":219,"date":"2007-04-11T21:20:55","date_gmt":"2007-04-11T21:20:55","guid":{"rendered":"http:\/\/lobminger-musi.at\/?p=219"},"modified":"2017-04-22T21:26:55","modified_gmt":"2017-04-22T21:26:55","slug":"219","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lobminger-musi.at\/index.php\/2007\/04\/11\/219\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>Jeden Ostersonntag trotzen wir Musikerinnen und Musiker der Ortsmusik Hinterlobming dem Schlaf, um in dem mit \u201eosterfeuerlichen\u201c Rauchschwaden verhangenen Tal einen Festtag zu begehen. Im Dorf bei der Familie Piechl ist Treffpunkt um 5 Uhr Fr\u00fch, um mit einem ordentlichen H\u00e4ferl Kaffee und selbstgemachten K\u00f6stlichkeiten die k\u00f6rperliche Grundlage f\u00fcr den Osterweckruf zu schaffen, einen Brauch, der jedes Jahr aufs Neue zu einem Erlebnis ohne Gleichen wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-220 size-large\" src=\"http:\/\/lobminger-musi.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/070411-1024x590.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"302\" srcset=\"https:\/\/lobminger-musi.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/070411-1024x590.jpg 1024w, https:\/\/lobminger-musi.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/070411-300x173.jpg 300w, https:\/\/lobminger-musi.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/070411-768x443.jpg 768w, https:\/\/lobminger-musi.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/070411.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p>Seit Jahrzehnten bereits zieht die Musik an diesem wichtigen Tag von Haus zu Haus, um den Lobmingerinnen und Lobmingern pers\u00f6nlich die Osterw\u00fcnsche zu \u00fcberbringen. Genau genommen legen wir einen Gro\u00dfteil der Strecke auf zwei Traktoren zur\u00fcck, die die langen Fu\u00dfm\u00e4rsche ersetzen. Es werden ohnehin schon genug M\u00e4rsche geblasen, offiziell rund 50 an der Zahl. Da kommen bei dem einen oder der anderen zu Hause dann wohl auch noch ein paar dazu, wenn beim fr\u00f6hlichen Ausklang mit hei\u00dfer Suppe und Getr\u00e4nken im Gasthaus Jagawirt die Zeit \u00fcbersehen und das Heimgehen auf sp\u00e4ter verschoben wird. Schlie\u00dflich hei\u00dft es doch in einem unserer letzten M\u00e4rsche, die wir auf unserem Weg spielen: \u201eLasset uns das Leben genie\u00dfen, lasset uns recht fr\u00f6hlich sein, denn die Stunden sie kehren nie wieder,&#8230;..\u201c.<\/p>\n<p>Vor dem Ausklang muss aber noch ein anstrengendes Programm absolviert werden. So bereiten die Dorfbewohner ihrer Musik Gott sei Dank allj\u00e4hrlich die eine oder andere Herausforderung, die es zu meistern gilt. Den Musikerinnen und Musikern werden K\u00f6stlichkeiten wie \u201eWeich\u201cfleisch und harte Getr\u00e4nke aufgetischt &#8211; neben der einen oder anderen \u201efetten Gschicht\u201c von unserem Max. Auch s\u00fc\u00dfe Versuchungen in Form von hausgemachten Lik\u00f6ren sind dabei, die einem beim blo\u00dfen Gedanken schon das Wasser im Mund zusammen rinnen lassen.<\/p>\n<p>So manches Trio eines Marsches wird mit B\u00f6llersch\u00fcssen begleitet, bei denen die weniger schussfesten Musikanten schon einmal ein Mundst\u00fcck fast verschlucken. Als Wegzehrung gibt\u2019s dann neben Schokolade manchmal auch ein gef\u00e4rbtes Ei. Nicht immer ist es auch gekocht, was so mancher erst gemerkt hat, als er darauf sa\u00df. Das F\u00fcrchten lehren der Musik auch Hunde, selbst wenn nur samtener Konsistenz. So kommen im Laufe der Jahre manche Geschichten auf und neue Sonderbarkeiten dazu, sei es ein\u00a0 \u201eZigeunerkuchenbrot\u201c, der \u201eBienenstichmarsch\u201c oder die \u201eR\u00fchreimischung\u201c.<\/p>\n<p>Nichts dieser Dinge w\u00fcrden wir Musikerinnen und Musiker vermissen wollen. Sie alle und die Freundlichkeit und Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, mit der wir von den Lobmingerinnen und Lobmingern empfangen und bewirtet werden, machen den Ostersonntag nicht zu einer Verpflichtung im Jahreslauf, sondern zu einem freudigen Anlass, den niemand vers\u00e4umen m\u00f6chte!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeden Ostersonntag trotzen wir Musikerinnen und Musiker der Ortsmusik Hinterlobming dem Schlaf, um in dem mit \u201eosterfeuerlichen\u201c Rauchschwaden verhangenen Tal einen Festtag zu begehen. 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